Reisebericht Kenia 2021


Asante!


Mir wurde einmal gesagt, es gäbe zwei Arten von Menschen.

Die einen, die einmal nach Afrika reisen, es genießen und dann nie wieder zurückblicken.

Und die anderen, die von Afrika verzaubert werden und immer wieder zurückkehren müssen.

Welche wir sind?

Das wollten wir auf unserer Reise herausbekommen.



So stellt man sich das vor. Giraffen, Sonnenuntergang, einfach perfekt
Sonnenuntergang in Afrika

Karibu! - Willkommen!

06.07.2021

Nach einer Umbuchung und einer unendlich langen Wartezeit war es endlich soweit: Unser Abenteuer konnte beginnen. Die Koffer waren schon lange gepackt und endlich hatte man auch alle Unterlagen beisammen, um nach Kenia zu fliegen. Ein Direktflug von Frankfurt nach Nairobi sollte der Start in unser Paradies sein.

Ein bisschen nervös waren wir noch, ob mit der Einreise in der Pandemie alles klappt. Nach dem Fiebermessen und dem Check des Visums war es dann endlich offiziell: Unser erster Urlaub mit Chamäleon konnte beginnen.

Am Flughafen wurden wir herzlich von unserem Guide Kelvin und unserem Fahrer Robinson empfangen und gleich reichlich beschenkt. Es gab einen Safarihut und eine Tasche mit einem Checkheft über die Tiere, die wir eventuell sehen werden. Er brachte uns gleich ein Wort aus Suaheli bei: Karibu! Das bedeutet willkommen und gern geschehen.

Kelvin erzählte uns, dass zwei der Mitreisenden auf dem Hinweg wahrscheinlich schon von Löwen gefressen worden waren und wir nur noch zu viert sein würden. Die überlebenden Mitreisenden Antje und Uwe wirkten sofort sehr nett und so lernten wir uns auf der kurzen Autofahrt zum ersten Hotel in Nairobi kennen. Im Hotel angekommen bekamen wir noch einen Ausblick auf den nächsten Tag und fielen müde und voller Vorfreude ins Bett.

Zu dem Zeitpunkt wussten wir noch nicht, dass die bevorstehenden Erlebnisse alle unsere Erwartungen übertreffen sollten.



Jambo! – Hallo!

07.07.2021


Mit einem leckeren Frühstück um 7 Uhr morgens begann unser erster richtiger Tag in Kenia. Ganz nach dem Motto „Kenianische Zeit, aber deutsche Pünktlichkeit“ trafen wir uns vor der Abfahrt noch mit Kelvin, der uns neben einer Übersicht zu unserer Reise noch interessante Infos zu den verschiedenen Stämmen in Kenia gab. Besonders schön fanden wir, dass der die Informationen auch an persönlichen Beispielen erklärte. So erzählte er uns beispielsweise, dass er zu den Masai und Robinson zu den Kikuyu gehörte. Außerdem erklärte er uns, welche Sprachen er durch seine Herkunft kann.

Auch wurden wir wieder reichlich beschenkt. Jeder bekam eine schöne Trinkflasche, die unser ständiger Begleiter auf der Reise werden sollte.

Kurz vor der Abfahrt kam dann noch ein Mann vorbei, der uns erzählte, dass wir im Laufe der Reise noch zum ihm nach Hause kommen und bei ihm essen würden. Wir fühlten uns herzlich empfangen.

Dann machten wir uns auf den Weg zum Aberdare Country Club. Die Fahrzeit nutzten wir, um Antje und Uwe etwas besser kennenzulernen und die Umgebung zu beobachten. Zur Mittagszeit kamen wir im Country Club an und wurden wieder nervös (wie vor jedem Check-In auf der Reise): Es wurde Fieber gemessen. Zum Glück hatte niemand erhöhte Temperatur und wir konnten passieren. Schon auf dem Weg zur Rezeption sahen wir die ersten Warzenschweine und Impalas. Nach dem Mittagessen hatten wir noch etwas Zeit, uns im Souvenirshop und auf dem Gelände umzusehen.

In dieser Zeit wurden auch schon die ersten Fotos von Warzenschweinen, Impalas und Zebras gemacht. Besonders beeindruckt war ich von den verschiedenen Vogelarten, die sogar schon auf dem Gelände zu sehen waren. Wie sich im Laufe der Reise herausstellen sollte, faszinieren mich Vögel. Meinen Mann nicht so. Er hat schon am dritten Tag die Augen verdreht, wenn wir für mich wegen eines Vogels anhalten mussten. Später sagte er mir jedes einzelne Mal: Es ist nur ein Vogel. Großer Vogel, kleiner Vogel, völlig egal. Vogel ist Vogel. Tja, da musste er durch. Denn ich sah das ganz anders.


Um 14.30 war es dann endlich soweit: Unser Shuttle zur Unterkunft The Ark erwartete uns. Durch die Bilder und Videos, die wir im Vorfeld gesehen hatten, wussten wir, dass es sich dabei um eine ganz besondere Unterkunft handelt. Direkt an einem Wasserloch im Aberdare Nationalpark gelegen und mit einer Brücke, mehreren Terrassen und einem fast ebenerdigen Bunker ausgestattet versprach diese Unterkunft die ersten hautnahen Begegnungen mit den Tieren Afrikas.

Die Fahrt dauerte ca. 45 Minuten. Einen Teil davon fühlte man sich wie im Dschungel, wodurch die Zeit schnell verging. Der erste Blick auf die Arche war atemberaubend: Mitten in den Bergen und von der Wildnis umgeben war ein einzelnes Gebäude zu sehen.


Die Wildnis Aberdares

Nach dem Check-in mussten wir natürlich sofort die verschiedenen Terrassen und meinen absoluten Lieblingsort, den Bunker, auskundschaften. Am Wasserloch konnte man tatsächlich auch schon die ersten Tiere entdecken: Eine Gruppe von fünf Büffeln und mehrere Warzenschweine vergnügten sich direkt vor dem Hotel. Vor allem die Büffel waren so nah, dass man jedes Detail erkennen könnte. Ach ja und einige schöne Vögel, wie beispielsweise der African Spoonbill und der Brown Cuckoo zeigten sich auch immer wieder. In unserer Vierergruppe fotografierten wir fleißig und versuchten, uns möglichst leise zu verhalten, um keine Tiere zu verscheuchen. Das sahen die Spanier, die auch im Hotel waren leider ganz anders. Anstatt den Ausblick und die Tiere zu genießen, saßen sie auf den Terrassen und unterhielten sich lautstark.

Um alles noch bei Tageslicht sehen zu können, begaben wir uns am frühen Abend dann auf eine Erkundungstour durch das Hotel. Als wir auf der Holzbrücke den Ausblick genießen wollten, kam ein Mitarbeiter des Hotels an. Extra für uns fütterte er die Vögel der Umgebung. Unzählige verschiedene Vogelarten kamen angeflogen, um etwas von den Leckereien zu kosten. Ich konnte dabei nach Herzenslust beobachten und die wunderschönen Tiere aus nächster Nähe fotografieren.

Glücklich gingen wir zurück zum Hotel, als Mike mit dem Fernglas ein hellbraun gepunktetes Tier entdeckte. Uwe war davon überzeugt, dass es sich dabei um eine Art Heuhaufen handeln musste, aber spätestens, als der Haufen sich bewegte und ein Kopf zum Vorschein kam war klar, dass es sich dabei um ein Tier handelte. Eine Hyäne lag entspannt, aber weit entfernt vor dem Hotel. Auf einer Terrasse angekommen entdeckten wir gleich noch eine, die gut getarnt, aber nah am Wasserloch schlief. Viel Neues gab es erstmal nicht zu sehen, aber das hielt uns nicht davon ab, weiter die Augen aufzuhalten. Die Geduld zahlte sich aus, denn so sahen wir als erstes die Elefanten, die den Hügel hochliefen. Wir machten uns schnell auf den Weg zum Bunker. Inzwischen war die Ankunft der Dickhäuter kein Geheimnis mehr, denn eine Sirene ging im Hotel los, um alle Gäste darauf aufmerksam zu machen. Trotzdem waren wir alleine im Bunker und beobachteten eine lange Zeit die Elefantenherde mit ihrem Baby. Erst als wir unsere Hände vor Kälte kaum noch spüren konnten, zogen wir uns zurück und gingen zum Abendessen.


Elefantenfamilie

Nach dem Abendessen beobachteten wir noch einmal kurz die Tiere, bevor wir uns an die Bar zurückzogen. Erst da erkannten wir, dass Mike nur knapp einer gefährlichen Tierbegegnung entgangen war. Auf der Wendeltreppe, auf der er kurz zuvor noch Fotos gemacht hatte, entdeckten wir zwei leopardenähnliche Raubkatzen, die immer wieder hin und herliefen. Er war davon überzeugt, nur knapp dem Tod entkommen zu sein. Später stellte sich heraus, dass es sich bei den Tieren um Ginsterkatzen handelte. Vielleicht doch nicht ganz so dramatisch, aber Mike findet die Geschichte mit den leopardenähnlichen Raubkatzen einfach spannender.

In der Nacht wurden wir leider von keiner Sirene geweckt, konnten durch die dicken Decken und Wärmflaschen aber sehr gut schlafen und von den Erlebnissen des Tages träumen.



Mahali Mapenzi – Lieblingsort

08.07.2021


Am folgenden Tag genossen wir noch kurz die Atmosphäre, die durch den dichten Morgennebel entstanden war, checkten schon wieder aus und fuhren zurück zum Aberdare Country Club.

Dort stiegen wir nur kurz um und machten uns auf den Weg nach Samburu. Die Autofahrt war nicht gerade kurz, aber durch einen Zwischenstopp am Äquator und vielen netten Gesprächen mit Kelvin verging die Zeit schnell.


Ich habe Kelvin gefragt, ob er einen persönlichen Lieblingsort in Kenia hat. Ohne zu zögern nannte er die Gegend um Samburu und erzählte, dass er die Landschaft dort immer sehr genießt. Damit hat der die Erwartungen natürlich hoch gesetzt, doch wir sollten nicht enttäuscht werden.

Schon auf dem Weg zeigten sich deutliche Unterschiede: Es wurde immer wärmer und die Umgebung verwandelte sich von bergig und grün und flach und braun. In der Ferne konnte man die Berge sehen, die Samburu zu umkreisen schienen.


Gegen Mittag fuhren wir in den Park. Eigentlich ist der Weg vom Eingang zur Lodge nicht weit, aber wir brauchten ziemlich lange, weil wir ständig anhielten, um Elefanten, Zebras, Giraffen, Oryxantilopen und Giraffengazellen zu beobachten. Wir waren schon von der kurzen Strecke beeindruckt, obwohl das nichtmal als Safari zählte.



Meiner Meinung nach die schönste Zebraart
Zwei Grevyzebras

In der Lodge angekommen, bezogen wir unsere Zelte, die toll ausgestattet und von Affen umgeben waren. Dann war es auch schon Zeit zum Mittagessen: Es gab ein 3-Gänge-Menü. Rückblickend glaube ich, dass das der Moment war, in dem wir uns von unserem alten Gewicht verabschiedeten und die Urlaubskilos willkommen hießen.

Danach war noch Zeit für eine kurze Abkühlung im Pool, bevor wir mit der ersten Safari starteten. Wir sahen viele verschiedene Tiere, die uns teilweise sehr nah kamen. Leider konnten wir noch keine Raubkatzen mit Ausnahme der bekannten Holzleoparden entdecken. Trotzdem waren wir beeindruckt. Besonders der Sonnenuntergang, der alles in rötliches Licht tauchte, hatte es uns angetan. Die Silhouetten der Tiere in dem wunderschönen Licht und der beeindruckenden Landschaft ist ein Anblick, den wir wohl nie im Leben vergessen werden.


Impala oder auch MC Donalds Antilope

Glücklich kamen wir abends im Hotel an, in dem es wieder ein 3-Gänge-Menü zum Abendessen gab. Diesmal aßen wir gemeinsam mit Robinson und Kelvin, mit denen wir viel lachten und den Abend genossen.



Siku kamili au mara moja tu katika maisha- Ein perfekter Tag oder nur einmal im Leben

09.07.2021


Der nächste beeindruckende Tag begann für uns schon sehr früh. Um 6 Uhr morgens starteten wir mit einem Frühstückspaket ausgestattet unsere nächste Safari in Samburu.

Am Vorabend hat uns Kelvin gesagt, dass wir heute wahrscheinlich Raubkatzen sehen würden. Bei wilden Tieren ist so etwas natürlich nie sicher, aber Kelvin sollte Recht behalten und mich gleich zweimal vor Freude zum Weinen bringen.

Zu Beginn sahen wir ein paar große, faule Krokodile und die üblichen Tiere. Obwohl man sie schon gesehen hatte, wollten wir immer wieder anhalten und Fotos machen oder die Tiere beobachten. Manchmal taten Kelvin und Robinson mir richtig leid. Es muss für sie langweilig sein, zum fünften Mal bei Giraffen zu halten und zu warten, bis wir befriedigt waren.


Doch mit der Langeweile sollte es bald vorbei sein. Robinson bekam einen Anruf und raste los. Raus aus dem Park, vorbei an Dörfern und an einer anderen Stelle wieder rein in den Park. Im Park fuhren wir eine Weile herum. Robinson telefonierte noch einmal. Ich bin mir sicher, ihm wurden Anweisungen wie „am dritten Stein links und dann immer geradeaus bis zum achten Baum“ gegeben, aber Kevin meinte, dass der Ort zu dem wir fahren sollten, einfach Leopardenfelsen genannt wurde. Mir gefällt meine Vorstellung aber besser.

Irgendwann entdeckten wir dann mehrere Autos am Leopardenfelsen. Ich dachte, wir würden uns jetzt einfach mit dazu stellen, aber falsch gedacht. Mit geschultem Auge entdeckten Kelvin und Robinson etwas vom Trubel entfernt zwei Löwenbabys, die erst miteinander spielten und sich dann hinlegten. Wir suchten uns einen schönen Platz in ihrer Nähe und konnten so exklusiv Simba und Nala (ja, so haben wir sie getauft) beobachten und Fotos machen. Es war einfach traumhaft schön. Vor allem, weil wir wirklich das einzige Auto waren, was in deren Nähe stand.

Wir nannten ihn Simba!

Nach einer Weile fuhren die meisten anderen Autos vom Felsen weg und so machten wir uns auf den Weg dorthin, um vielleicht die Familie der Babylöwen zu entdecken. Wir sahen auch gleich einen Löwen, doch Robinson fuhr ein Stück weiter. Auf der Ebene hinter uns hat er einen Geparden entdeckt und er schlug vor, uns zunächst diesem eleganten Tier zu widmen. Das war die beste Entscheidung, die er treffen konnte. Nachdem wir das wunderschöne Tier kurz beobachtet hatten, konnten wir beobachten, wie sich zwei Löwinnen langsam anschlichen und den Gepard fixierten. Wir hielten unsere Kameras und Ferngläser auf die sich bietende Szene und hielten den Atem an. Nach kurzem Anschleichen sprinteten die Löwinnen los und scheuchten so den Gepard auf, der in einem beeindruckenden Tempo davonlief. Es war beeindruckend, diese Raubkatzen in Aktion zu sehen. Nach nur 30 Sekunden war der Gepard nicht mehr zu sehen und das Löwenrudel legte sich zufrieden darüber, ihr Revier wieder für sich alleine zu haben, hin. Das war das erste Mal an diesem Tag, das mir die Tränen kamen. Mir war sofort klar, dass ich diese 30 Sekunden mein Leben lang nicht vergessen würde. Niemals hätte ich geglaubt, eine Raubkatze beim Rennen zu sehen und jetzt habe ich innerhalb weniger Sekunden sogar zwei verschiedene Arten in Aktion gesehen.

Aber nicht nur ich war beeindruckt. Alle konnten nicht glauben, was wir da gerade gesehen hatten. Selbst Kelvin nannte es ein „Once-in-a-lifetime“-Erlebnis und wollte unsere Fotos und Videos von der spektakulären Jagd haben.



Löwen bei der Jagd

Nach der Aufregung wurde es langsam Zeit fürs Frühstück, obwohl niemand von uns wirklich hungrig war. Wir suchten uns ein idyllisches Plätzchen mit Blick auf die lustig-schönen Marabous und ließen unsere Blicke beim Essen schweifen.

Kelvin erklärte uns, dass auf der anderen Seite des Parks am Vormittag eine Leopardin mit zwei Kindern gesichtet wurde und dass wir das Samburu-Dorf gleich besichtigen und dann auf die andere Seite fahren würden, um die Tiere zu suchen.

Der Besuch im Samburu-Dorf war mir persönlich recht unangenehm. Bei unserer Ankunft merkte man, dass sich einige Bewohner sehr freuten. So ist der Älteste, der 75 Jahre alt ist, sofort aufgestanden und lächelnd auf uns zugekommen. Die Führung durch das Dorf übernahm ein sehr netter Mann, der uns alle Fragen beantwortete und uns viel über das Leben und die Kultur des Stammes erzählte. Dann begann der unangenehme Teil: Während der Führung haben die Bewohner einstudierte Vorstellungen gemacht, um ihre Rituale zu zeigen. Dabei wurden wir immer wieder dazu aufgefordert, Fotos zu machen und mitzutanzen. Es war an sich ein interessantes und gut durchdachtes Programm, aber irgendwie habe ich mich trotzdem wie der reiche Europäer gefühlt, der ärmere Meschen begafft. Ich denke, das geht nicht allen so, aber für mich persönlich war es so. Als am Schluss ein kleiner Basar für uns aufgebaut wurde, nutzte ich die Zeit, das echte Leben in einiger Entfernung zu beobachten. Das fand ich persönlich viel interessanter und angenehmer, weil die Menschen keine Show gemacht haben, sondern einfach ihrem Alltag nachgegangen sind. Nach etwa 45 Minuten ging es dann weiter und auf die Suche nach der nächsten Raubkatze.

Wieder zurück im anderen Teil des Parks suchten wir die Bäume ab. Wir wussten alle, dass es sehr schwierig ist, die gefleckten Raubkatzen zu entdecken, doch wir waren zuversichtlich. Im Endeffekt waren unsere Augen aber nicht ausschlaggebend, sondern ein anderes Auto, das scheinbar vor einem leeren Baum geparkt hatte.

Und tatsächlich: Mit Hilfe des Fernglases konnte man einen gemusterten Haufen und einen Schwanz sehen. Es war weit weg und schlecht zu erkennen, doch wir alle waren schon davon begeistert. Nach einer Weile ohne Bewegungen von Seiten der Raubkatze fuhren wir weiter. Jedoch sollte unser Fahrer uns nur 5 Minuten später wieder zum selben Baum führen.


Er sagte, er hätte da so ein Gefühl und hielt noch einmal in guter Position zum Baum. Wenige Sekunden später bewegte sich der Leopard. Er kletterte gemächlich den Baum herunter und wir waren in der besten Position, um alles zu beobachten.


Ein Leopard beim Klettern

Glücklich und überwältigt beendeten wir dann unsere Vormittagssafari, auf der wir bereits mehr erlebt haben, als wir uns zu wünschen gewagt haben. Im Camp angekommen taten wir mal wieder etwas für unsere Körper (nicht im positiven Sinne) und ruhten uns kurz aus, bevor wir zu unserer Nachmittagssafari aufbrachen.

Zu Beginn der Safari ließen uns Giraffen wieder nah an sich heran. Auch die üblichen Zebras, Affen und Elefanten zeigten sich, doch unsere Mission war klar: Wir wollten die Leopardin mit dem Jungen sehen.

Also begaben wir uns nach einer Weile in das Gebiet, in dem die Tiere am Vormittag gesichtet worden waren. Und tatsächlich konnten wir nach einer Suchzeit rechts und links von der Straße jeweils einen Leoparden sehen. Beide saßen im Gras und zeigten sich wenig beeindruckt von unserem Erscheinen. Das Junge verabschiedete sich nach einer kurzen Zeit, also fokussierten wir uns auf die Mutter, die sich immer wieder hinlegte und wieder aufstand.


Ein entspanntes Tier

Sie war sehr entspannt, also fuhren wir noch ein bisschen näher an sie heran. Dadurch erhielten wir die einmalige Chance, die wunderschöne Leopardin ohne Fernglas aus der Nähe zu beobachten. Ein paar Fotos wurden natürlich auch noch gemacht (aber nur ganz wenige, so um die 500…). Wir verbrachten eine lange Zeit bei dem Tier, bis sie schließlich nach ihrem Kind rief und wegging.



Nun sollte der perfekte Safaritag noch eine unerwartete Wendung nehmen. Wir waren noch nicht weit von den Leoparden entfernt, als es plötzlich hinter mir knallte. Die Leopardin wollte uns einfach nicht gehen lassen, war uns nachgelaufen und gegen das Fenster gesprungen…

Nur ein kleiner Scherz. Uwe machte auf Flying Uwe und war seitlich gegen das Fenster gefallen. Der ohrenbetäubende Lärm war das Zersplittern der Scheibe. Im nächsten Moment es war schnell klar, dass ich aussteigen und mich vorsichtig von den Scherben befreien musste. Kelvin, Robinson und ich verließen also das Auto. Die beiden Männer begutachteten den Schaden und versuchten, alle Scherben aus dem Auto zu bekommen, während ich mich um mein eigenes Scherbenproblem kümmerte.

Nach diesem sehr ungewöhnlichen Vorfall (Kelvin und Robinson konnten es sich nicht erklären. Normalerweise sollten die Scheiben einen Flying Uwe aushalten) machten wir uns langsam auf den Weg zurück zum Camp, wo (Überraschung!) schon die nächste Kalorienbombe in Form eines 3-Gänge-Menüs auf uns wartete.

Als wir sechs den Tag noch einmal Revue passieren ließen, konnte niemand von uns glauben, dass das alles an einem Tag passiert war. Für uns fühlte es sich so an, als wäre die Jagd schon einen Tag zuvor gewesen. Und alle fragten sich: Was soll da noch kommen?


Wellness für Giraffen

Kunyakua karibu- Zum Greifen nah

10.07.2021


Am nächsten Morgen stellten wir uns auf einen eher ereignislosen Tag ein. Auf dem Programm standen 5 Stunden Autofahrt und ein Nature Walk im Aberdare Country Club.

Das Auto wurde provisorisch mit einer durchsichtigen Plastikplatte und viel Klebeband verarztet. So konnte man zwar das Fenster nicht mehr öffnen, war aber vor Kälte, Regen und Mücken geschützt. Natürlich wurden wir auf dem Weg zum Country Club von der Polizei angehalten und mussten dank der Scheibe noch einen kurzen Zwischenstopp auf dem Polizeirevier einlegen.

Die restliche Autofahrt verging recht schnell. Das Auto wurde einfach als Bett genutzt und alle schliefen eine Weile und träumten noch einmal von den unglaublichen Erlebnissen des Vortages. Ich nutzte die Fahrt, um schon ein bisschen mit dem „kurzen und knackigen“ Reisebericht zu starten (sorry dafür), bevor ich Schwierigkeiten mit der Reihenfolge bekam. Zu spät. Wie sich herausstellte musste ich schon jetzt mehrfach nachfragen, um alles zu rekonstruieren.

Einen kurzen Zwischenstopp machten wir an einem Einkaufzentrum, in dem wir kleine Souvenirs kauften und vor allem ENDLICH auf Toilette gingen.

Am Aberdare Country Club angekommen plünderten wir das Buffet und nutzten die Mittagspause, um uns umzusehen und sicherzugehen, dass jemand uns den Kamin für den Abend vorbereitet.


Dann begann das Nachmittagsprogramm. Während die anderen der Gruppe den Nature Walk machten, habe ich mich spontan dazu entschieden, den Walk gegen einen Ritt auszutauschen. Die beste Entscheidung, die ich treffen konnte!

Aber erst einmal zur restlichen Gruppe und dem eigentlichen Programm. Mike, Antje und Uwe sahen unterwegs verschiedene Busch- und Wasserböcke und erreichten schließlich einen Ort, an dem eine riesige Giraffenherde graste und sich ausruhte. Sie konnten die Tiere von Nahem fotografieren und beim Hinlegen und Aufstehen beobachten. Außerdem lernten sie auf dem Walk viel über den Kot von Tieren. Ob ihnen das wohl später noch hilft?

Nun aber zu den wichtigeren Ereignissen: Meinem Ausritt mit Sparkling, Tanner und Stanley (rate mal, wer davon Pferd und wer Mensch war, Auflösung folgt später). Ich war sehr unsicher, ob der Ausritt die richtige Wahl war. Oft reitet man im Urlaub in kleinen Gruppen und wird nur im Schritt geführt. Da ich 14 Jahre lang mehrfach die Woche reiten war, wäre mir das sicher zu langweilig gewesen. Aber ich vermisse das Reiten und wollte mir die Chance nicht entgehen lassen, in einer so magischen Atmosphäre zu reiten.

Als Stanley mit Sparkling und Tanner ankam, zeigte ich ihm sofort, dass ich reiten konnte, indem ich die Steigbügel selbst einstellte und ohne Hilfe aufstieg. Er fragte mich, ob ich dann überhaupt den Strick bräuchte, der mich mit seinem Pferd verbinden sollte. Frei von Stricken ritten wir gemächlich los. Schon nach kurzer Zeit ritten wir in die Wildnis (es sah jedenfalls so aus). Beim Traben genoss ich die Aussicht über die Berge und den Nationalpark. Wenn er mir gesagt hätte, wir sind nun in Narnia, ich hätte es geglaubt. Ich habe mich gefühlt, als wäre ich in einer anderen Welt.

Während wir gemächlich trabten, scheuchte ich ausversehen ein Zebra auf. Sparkling erschreckte sich und wollte losrennen. Ich hielt ihn zurück und Stanley rief: „If you can, just go for it!“ Und so galoppierte ich für einen kurzen Augenblick neben einem Zebra. Ich konnte mein Glück gar nicht fassen. Doch auch dieses überwältigende Erlebnis sollte in nur wenigen Augenblicken getoppt werden: Wir kamen zu den Giraffen. „We can go close if you want to. They´re used to horses.“, erklärte Stanley mir, doch mir war nicht bewusst, dass er damit Touching-Distance meinte. Gemächlich ritten wir auf die Giraffen zu. Ein Baby nahm schnell reis aus, aber die großen Giraffen blieben einfach stehen und beobachteten uns. Ehe ich mich versah, waren wir umringt von Giraffen. Ich habe mich in meinem ganzen Leben noch nie so klein gefühlt. Eine Giraffe war nur ca. einen Meter von mir entfernt und blickte auf mich hinunter. Ich konnte jedes Detail sehen und war in diesem Moment kurz enttäuscht, dass ich das nicht in einem Foto festhalten konnte. Doch ich bin mir sicher, dass sich dieser Gänsehautmoment für immer eingebrannt hat. Das werde ich nie vergessen. Auf Augenhöhe mit Giraffen. Naja, soweit es eben ohne einen Kran geht.



Danach musste ich mich erst einmal ein bisschen sammeln und die Tränen verdrängen. Stanley und ich führten interessante und persönliche Gespräche, während wir weiter durch die Wildnis ritten. Es gab inzwischen keinen Moment der Stille mehr. Stanley führte mich zu einer Strecke, die er selbst immer nutzt, um die Pferde auszupowern. Er fragte mich zwar, aber das war überflüssig. Natürlich wollte ich noch einmal galoppieren. Und so powerten wir die Pferde noch einmal ordentlich aus, bevor wir wieder zu unserem Startpunkt zurückkehrten.

Ich wollte noch nicht, dass es vorbei ist, also fragte ich, ob ich noch helfen dürfte, die Pferde zu pflegen und zu füttern. Ich glaube nicht, dass das schon einmal vorgekommen ist, denn er war sehr überrascht. Aber er stimmte zu.

Also ritten wir gemeinsam zu den Stallungen, befreiten die Pferde von Sattel und Zaumzeug und ich durfte die Pferde striegeln. Auch die Mischung des Futters mit bloßen Händen und die Verteilung des Futters auf die Pferde durfte ich übernehmen. Stanley scherzte darüber, dass ich in Zukunft einfach seinen Job übernehmen könnte und meinen Lohn an der Rezeption bekäme. Das war leider eine Lüge, denn ich habe für die Arbeit sogar noch bezahlt und nichts bekommen. Doch es war jeden Cent wert. Wenn wir einen Tag länger geblieben wären, wäre ich noch einmal ausgeritten und hätte im Stall geholfen. Mein Pferdeherz war glücklich. Ich habe jede einzelne Sekunde genossen.

Als ich wieder zu der restlichen Gruppe stieß, konnte ich die Freudestränen nicht mehr zurückhalten. Weinend erzählte ich von meinem Ausflug in eine andere Welt. Von dem besten Ausritt meines Lebens!

Wir ließen den Abend mit Bier und Wein ausklingen und genossen das wärmende Kaminfeuer und die Wärmflaschen in unseren Betten. Eine ruhige Nacht sollte es nicht werden, denn die Laute der Tiere weckten uns immer wieder.



Bafuni ya kimapenzi na tano kubwa- romantisches Bad und die Big Five

11.07.2021


Auch der nächste Tag sollte mit einer ausgiebigen Autofahrt beginnen. Das war besonders für mich eine Herausforderung. Bereits am zweiten Tag der Reise hat mir der Hintern vom vielen Sitzen wehgetan. Aber nun nach einigen Tagen des Fahrens und dem Ausritt (jaja, ich bin selbst Schuld, ich weiß), hatte mein Hintern sich über Nacht nicht regeneriert. Ich stieg bereits mit Schmerzen ein und hoffte nur, dass die Straßen nicht zu uneben waren.

Coronabedingt musste der Besuch des Waisenhauses leider ausfallen, wobei wir im Nachhinein nicht böse darum waren, mehr Zeit in unserer Lodge verbringen zu können.


Nach einer fünfstündigen Fahrt (wobei wir zwischendurch neues Wasser gekauft und getankt haben) kamen wir in der Lodge an und waren sofort begeistert. Schon die Rezeption, die gleichzeitig die Bar ist, hat uns überzeugt. Alles war mit Holz gestaltet und in der Mitte gab es eine große Feuerstelle. Als uns unsere Häuser gezeigt wurden, war das Staunen perfekt. Es gab eine Outdoor-Badewanne und ein liebevoll eingerichtetes Steinhaus. Die Innengestaltung wirkte sehr liebevoll und wir haben uns sofort wohl gefühlt. Passend zum Namen unseres Hauses hing ein großes Gemälde eines Dik Dik an der Wand.

Nach einem sehr leckeren Mittagessen machten wir uns auf den Weg in den Lake Nakuru National Park, wo wir uns auf die Suche nach Nashörnern machen wollten. Besonders schön ist, dass der Park sehr viel für den Artenerhalt macht. So wurde beispielsweise die vom Aussterben bedrohte Rotschildgiraffe dort hingebracht und geschützt, damit sie sich fortpflanzen. Teilweise wurden die Giraffen dann wieder nach Uganda ausgewildert, wodurch sich die Population auch dort wieder erholen kann. Allein deshalb ist der Besuch des Parks für mich ein Highlight.

Die ersten Rotschildgiraffen entdeckten wir bereits auf dem Weg zum Park. Sogar ein Baby war mit dabei, Natürlich mussten wir anhalten, denn Antje war von Giraffen jeglicher Art fasziniert.

Sobald wir das Tor passiert hatten, fuhren wir über kaum passierbare Straßen. Selbst Robinson musste seine Wege oft spontan anpassen, um passieren zu können. Wäre ich gefahren, wäre ich wahrscheinlich direkt wieder umgedreht und hätte dankend darauf verzichtet. Zum Glück ist Robinson einiges gewohnt und hart im Nehmen und so kamen wir bald am See an, an dem wir Unmengen an Pelikanen, einige Flamingos, viele Büffel und diverse andere Vogelarten beobachten konnten.


Doch die Mission war klar: Wir wollten heute die Big Five vollmachen und ein Nashorn sehen. Kelvin rechnete uns gute Chancen auf Breitmaulnashörner aus. Spitzmaulnashörner verstecken sich zu viel. Also fuhren wir weiter und hielten die Augen auf.

Nach einer Weile dachte Mike, er habe am Horizont ein Nashorn gesehen. Keiner nahm das ernst und wir glaubten, es müsste sich um einen Büffel handeln. Aber falsch gedacht: Es war tatsächlich ein Nashorn. Wir fuhren in die Richtung und hielten.

Nashornmama mit Baby

Durch das Fernglas konnten wir erkennen, dass es sich um eine Nashornmama mit ihrem Baby handelte. Doch damit nicht genug: Etwas weiter graste noch ein Nashorn mir einem Baby. Dieser Anblick ist recht selten, da Nashörner nur alle 5 Jahre ein Baby bekommen können. Und wir sahen gleich zwei tollpatschige, hornlose Nashornbabys. Doch damit nicht genug, die Tiere bewegten sich auch noch langsam in unsere Richtung. Sie kamen immer näher, bis wir sie auch ohne Fernglas gut beobachten konnten. Wir blieben so lange an dieser Stelle, dass wir schließlich direkt wieder zurück zu unserer Unterkunft fahren mussten.

Dort angekommen wartete schon eine vorbereitete Außenbadewanne auf uns. Wir konnten umgeben von der Natur und mit Vogelgesang im Hintergrund das Bad genießen, bevor wir noch vor dem Abendessen den Abend mit einem Glas Wein am Feuer einleiteten. Beim Abendessen führten wir sehr schöne Gespräche mit Robinson und Kelvin, die diesmal auch länger blieben und viel von sich selbst erzählten. Als Abschluss saßen wir noch gemeinsam am Feuer und lauschten den Fröschen, Vögeln und Regentropfen. Romantik pur…



Marafiki wa wanyama - „Tierfreunde“

12.07.2021


Am nächsten Morgen mussten wir uns leider schon wieder verabschieden. Durch das unglaublich schlechte Wetter fiel der Abschied etwas leichter, obwohl wir uns gerne länger an diesem romantischen Ort aufgehalten hätten.

Heute sollten wir uns auf den Weg zur Masai Mara machen. Der Ort von dem in allen Dokumentationen über Afrika berichtet wird. Die Erwartungen waren hoch. Niemand konnte sich vorstellen, dass der Besuch dort dem in Samburu auch nur nahe kommen könnte.

Auf der Fahrt erzählten wir Kelvin viel von deutschen Gewohnheiten und Vorschriften. Gemeinsam verglichen wir zum Beispiel das Verkehrssystem und das Schulsystem, was besonders für mich sehr interessant war.

Wir kamen gut durch und nach einem kurzen Zwischenstopp an einer Bank und einer Toilette, kam endlich das Naturreservat in Sicht. Am Tor wurde man bereits von Frauen des Stammes der Massai in Empfang genommen. Sie wollten uns Souvenirs verkaufen und waren dabei leider sehr aufdringlich. So klopften sie gegen die Scheiben und blieben selbst dann, wenn man schon höflich abgelehnt hatte.

Noch bevor wir unsere Unterkunft erreicht hatten, sahen wir die ersten Gnus unserer Reise. Kelvin erklärte uns, dass manche nicht an der „Big Migration“ teilnehmen würden, andere aber schon. Zwei bis drei Wochen nach unserem Besuch sollte die „Big Migration“ in der Masai Mara ihren Höhepunkt haben. Er erklärte uns aber, dass wir mit etwas Glück schon die ersten Herden sehen könnten, die aus Tansania zurückkehren.

Die Unterkunft in der Masai Mara, das Tipilikwani Mara Camp, war sehr weitläufig. Es gab verschiedene Zelte, die wie Baumhäuser etwas erhöht gebaut wurden. Von den Zelten aus blickte man auf einen kleinen Fluss. Man fühlte sich direkt, als wäre man mittendrin. Im Zelt war mein persönliches Highlight die freistehende Badewanne, die in dem riesigen Badezimmer schon fast verloren wirkte.


Nach einem leckeren Mittagessen (natürlich wieder drei Gänge. Ob die Jeans nach dem Urlaub wohl noch passt?) und einer kleinen Siesta brachen wir zu unserer Nachmittagssafari auf, die uns nicht enttäuschen sollte.

Wir sahen beim Besteigen des Fahrzeugs sicher komisch aus. Den ganzen Tag über war es kalt und nass. Ein richtiges Sauwetter. Deshalb haben wir uns alle in so viele Schichten wie möglich gequetscht.

Kurz nach Beginn der Safari kamen viele aufgeregte Funksprüche rein. Robinson gab Gas und schon bald sahen wir viele Autos vor uns. Kelvin sagte, das seien Coronabedingt sehr wenige Fahrzeuge, aber uns kam es nicht wenig vor. Wir kannten alles bisher ja nur unter Coronabedingungen und in den anderen Parks haben wir kaum andere Autos gesehen. Doch hier standen nun einige verteilt. Wir fuhren an vielen Autos vorbei und konnten dabei sehen, woher die Aufregung kam: Im hohen Gras saßen 4 Geparden, die eine nicht weit entfernte Herde Topis fixierten.

Wir stellten uns so hin, dass wir die Topis gut im Blick hatten. Dadurch konnten wir die Geparden zwar nicht mehr sehen, aber für eine Jagd standen wir gut. Etwas vor uns stand auch ein Auto mit Sondergenehmigung, in dem ein Fotograf gespannt wartete.

Es war wie die Ruhe vor dem Sturm. Die Luft schien zu knistern. Weit von uns entfernt fuhren schließlich 3 Autos los. In Richtung der Geparden. Um ihren Gästen einen guten Ausblick zu bieten, schnitten sie den Tieren den Weg zur Herde ab. Die Jagd wurde verhindert. Von Menschen, die sich sicher Tierfreunde genannt hätten.

Noch schlimmer war aber, was dann passierte. Die Tiere zogen los und liefen ein Stück weiter. Dabei wurden sie von einer ganzen Autokolonne verfolgt. So wurden die Jäger zu den Gejagten. Wir sahen uns eine Weile an, wie die Geparden immer mehr bedrängt wurden, auf einem Hügel saßen und eindeutig darüber nachdachten, wie sie durch die Wand von Autos kommen sollten.


Als sie sich schließlich trauten, zwischen den Autos hindurchzulaufen, wurden sie weiterhin verfolgt. Wir baten Robinson und Kelvin darum, weiterzufahren. Wir wollten das einfach nicht länger mit ansehen.


Also fuhren wir weiter und machten uns auf die Suche nach anderen Vierbeinern, die nicht so gestresst und verängstigt wirkten. Es war nicht einfach, Tiere zu finden, die uns noch richtig beeindruckten. Inzwischen waren wir schon sehr verwöhnt und hatten und an Zebras, Topis und Co. gewöhnt. Doch kurz vor Ende unserer ersten Safari in der Masai Mara sollte es soweit sein: Nicht weit von der Straße lag eine Löwin auf einer Erhöhung. Es waren zwar wieder andere Autos vor Ort, aber lange nicht so viele, wie bei der Jagd.

Wir stellten den Motor in einer guten Position ab und beobachteten das Tier. Schon bald war klar, dass das nicht die einzige Löwin an der Stelle war. Zwei junge Löwen legten sich zu ihr. Es bereitete uns große Freude, die drei Tiere zu beobachten und auf einen guten Moment für ein Foto zu warten. Kurz bevor wir abfahren wollten, kam ein weiterer Löwe aus dem Gebüsch heraus und suchte sich einen Platz etwas Abseits unter einem Baum.



Das war eine schöne Löwenbegegnung, doch etwas fehlte noch zu unserem Glück: Ein männlicher Löwe mit prachtvoller Mähne. Ein paar Chancen gab es noch. Wir gaben die Hoffnung noch nicht auf.

Geschafft kamen wir wieder beim Camp an, bei dem wir begleitet von Rangern erst zu unseren Zelten und dann zum Abendessen gingen. Dort ließen wir den Tag ausklingen.



Hofu kwa watoto - Angst um die Babys

13.07.2021


Ein langer Safaritag in der Masai Mara begann für uns mit einem Konzert. Die Vögel holten alles aus sich heraus und wir lauschten morgens den vielfältigen Stimmen.

Direkt nach einem schnellen Frühstück brachen wir auf und begaben uns erneut auf die Suche nach besonderen Tiererlebnissen und Raubkatzen.

Kurz hinter unserem Hotel stießen wir zufällig auf zwei gepunktete Hyänen, die uns erstaunlich nah an sich heranließen. Auch eine kleine Giraffenfamilie mit Baby konnten wir eine Zeit lang beobachten.

Inzwischen war es für mich zur Tradition geworden, Popobilder von Tierbabys und ihren Eltern zu machen. In der Arche hatte ich das bereits bei Elefanten gemacht und fand das Bild sehr ausdrucksstark. Inzwischen war es einfach schon ein Ritual und alle im Auto wollten, dass ich möglichst viele Tierfamilien-Popofotos machte. Nun hatte ich endlich auch eins von den Giraffen.


Auch die Raubkatzen sollten wir bald finden. Dieselbe Gruppe Geparden wie am Vortag lief durch die Gräser. Auch diesmal konnten sie durch das Verhalten der vielen Touristen leider nicht jagen. Hoffentlich holen sie das in der Nacht nach, sonst verhungern sie noch. Wir standen in einiger Entfernung und sahen, dass sich die eleganten Tiere in Richtung unseres Autos bewegten. Wir genossen die Nähe zu den Tieren für einen Augenblick, wollten sie aber auch nicht zu sehr stressen. Also fuhren wir weiter in der Hoffnung, noch andere Tiere zu finden.



So wurden wir Zeugen einer Zeugung eines neuen Zebrababys (hoffentlich wird was draus) und konnten ein Warzenschwein aus nächster Nähe beobachten. Normalerweise waren die Pumbas immer sehr scheu und man konnte sie nur im Rennen und von Hinten begutachten, doch dieses Tier war direkt neben dem Straßenrand schwer beschäftigt und ließ sich von uns nicht stören.


Schon bald sollten wir auf eine große Elefantenherde stoßen. Sie waren verteilt an einem Wasserloch und fraßen gemächlich. Die Babys spielten teilweise miteinander, wurden von den Erwachsenen aber gut bewacht. Wir standen dort sehr lange und beobachteten das Verhalten der Tiere. Teilweise kamen sie uns sehr nah und sorgten somit für Gänsehautmomente.


Elefantenbegrüßung


Irgendwann wollten wir uns aber wieder auf die Suche nach Raubkatzen begeben und ließen die Elefanten alleine. Lange Zeit fuhren wir durch die Landschaft und konnten kaum noch Tiere entdecken. Vereinzelt sah man einige Zebras und Vögel, doch sonst war es wie ausgestorben. Eine etwas größere Herde Gnus kreuzte unseren Weg.

Plötzlich rief Mike „Löwe“ und alle suchten das dichte Gras ab. Und tatsächlich liefen nicht weit von der Straße entfernt zwei Löwinnen in die Richtung, aus der wir kamen. In der Hoffnung, dass sie hungrig waren, drehten wir um und suchten uns einen Platz bei der Herde. Bald kamen auch zwei andere Autos hinzu und platzierten sich wie wir in einem angemessenen Abstand zu den Tieren.


Es war ganz schön schwierig, die Löwinnen zu finden, aber eine von ihnen fixierte tatsächlich die Herde und suchte nach dem schwachen Glied. Sie ging in Deckung und auch wir konnten sie nicht mehr finden. Dafür beobachteten wir die Herde.


Als ich sah, dass ein einzelnes Gnubaby abseits von der Herde und in der Nähe der hungrigen Löwin spielte wurde mir ganz anders. Ich feuerte das Tier an und betete, dass es bald wieder zur Herde zurückkehrte.

Doch das wollte die Löwin nicht zulassen. Aus dem Nichts tauchte sie auf und rannte auf das Baby zu. Ich bekam Herzrasen. Musste es denn ausgerechnet ein Baby sein? Natürlich wollte ich, dass die Löwen fressen bekamen, aber ich wollte nur ungern Zeuge davon werden, wie eine Löwin ein Gnubaby riss.




Die Jagd war so schnell wieder vorbei, wie sie angefangen hatte. Das Baby entkam (GOTT SEI DANK) und kehrte zur Herde zurück, die sich neu aufgestellt hatten und somit der Löwin ein eindeutiges Zeichen gab. Sie trottete davon und sahen sie nicht wieder, obwohl wir noch eine Weile auf einen zweiten Angriff warteten.

Danach fuhren wir nicht lange, bis wir wieder für eine Weile stoppten. Durch eine Lücke im Gebüsch war der Fluss zu sehen. Am Ufer lagen Krokodile und im Wasser sah man kleine Erhebungen: Unsere ersten Nilpferde. Immer wieder tauchte mal eins ab, aber viel passierte zunächst nicht. Dann entschied eins, aus dem Wasser zu gehen und sich an Land wieder hinzulegen. Scheinbar hatte dieses Tier eine Welle losgetreten, denn nun wurden auch viele andere Hippos aktiv und begaben sich an Land. Zweimal wurden uns die Zähne und der große Mundraum gezeigt. Als wir schon weiterfahren wollten, hörten wir plötzlich laute Geräusche und das Wasser befand sich in Aufruhr. Es gab Streit bei den Hippos. Die Geräuschkulisse war überwältigend.

Anschließend fuhren wir noch ein kleines Stück und hielten dann neben einem Baum, auf dem zwei Geier und einige andere Vögel saßen. Wir hatten einen geeigneten Ort für unser Picknick gefunden. Ohne es zu bemerken sind die Stunden im Flug vergangen und es war schon nach 13 Uhr. Gemeinsam bauten wir Tische und Stühle auf und Robinson und Kelvin brachten uns das üppige Mittagessen, das wir mitbekommen hatten.


Das Essen musste leider noch ein bisschen warten, denn nach der Begegnung mit den Hippos ist unser Fernglas leider kaputt gegangen. Nun versuchten die vier Männer, es wieder zu reparieren. Ein Versuch nach dem anderen schlug fehl, doch der Ehrgeiz war groß. Ich persönlich glaube ja, sie fühlten sich ein bisschen in ihrer Ehre angekratzt, als klar war, dass sie es nicht schaffen würden.


Gemeinsam aßen wir und genossen die Aussicht. Danach wollten wir alle weiter, um jede Sekunde in der berühmten Masai Mara auszukosten.


Das nächste Highlight ließ nicht lange auf sich warten. Ich wollte eigentlich mal eine Runde die Augen schließen, weil ich schon vor dem Essen dringend Mittagschlaf gebraucht hätte, doch eine riesige Herde Gnus und Zebras machte mir einen Strich durch die Rechnung.



Die erste Herde der Big Migration war in der Masai Mara angekommen und im Begriff, den Mara Fluss zu überqueren. Was für ein Erlebnis. Und ein Durcheinander. Besonders die fast blinden Gnus wirkten beim Rennen eher orientierungslos und wirbelten reichlich Staub auf. Doch die Zebras übernahmen die Führung und halfen ihnen dabei, eine geeignete Stelle zur Flussüberquerung zu finden.


Wir suchten uns ein gutes Plätzchen mit Blick auf die Schlucht und warteten, bis das Spektakel begann. Nachdem der Start zaghaft war, stürzten sich schon bald die Massen in die Fluten. Immer wieder ging ein Tier kurz unter und tauchte wieder auf. Besonders die Baby-Gnus mussten springen, um ihren Kopf über Wasser zu halten. Es war genauso, wie man es in unzähligen Dokumentationen immer gesehen hatte.


Big Migration in Kenia

Nach einer Weile mussten nur noch die Nachzügler den Fluss überqueren und zuletzt stand noch eine Gruppe Zebras am Ufer. Unter ihnen ein junges Baby, das noch sehr klein war. Sie schienen abzuwarten, bis wirklich alle den Fluss überquert hatten. Erst dann begaben auch sie sich auf die Reise, die für das Baby sehr gefährlich war.


Zu Beginn hielt das Baby gut mit und war auf derselben Höhe wie die restlichen Zebras. Doch dann kam es plötzlich nicht mehr voran. Man konnte die Anstrengung sehen, aber das Zebra bewegte sich auf der Stelle. Nur der Kopf war noch zu sehen. Ich feuerte es an. Mir war klar, dass es nun auf sich allein gestellt war. Die anderen Zebras haben die andere Seite bereits erreicht.

Es sah nicht gut aus, doch plötzlich schien sich das Zebra aufzubäumen und sprang aus dem Wasser. Diesen Schwung hatte es wohl gebraucht, denn nun konnte das Zebra sich weiter voran kämpfen und erreichte, nachdem es noch einmal komplett untergegangen war, das rettende Ufer. Die Erleichterung in unserem Auto war spürbar. Wir alle hatten dem Kleinen die Daumen gedrückt.



Wir fuhren weiter und sahen bald zwei Autos in einiger Entfernung.

Bald sollten wir erfahren, welches Tier oder vielmehr welche Tiere so spannend waren: Zwei Leoparden liefen im Gras, ganz nah an den Autos vorbei. Wir blieben stehen. Es handelte sich um eine Mutter mit einem Baby. Das Baby war nicht mehr ganz klein, aber noch sehr verspielt. Auf dem Boden fand es etwas, was wir eine Autofußmatte aussah und spielte kurz damit. Dann liefen sie weiter. Direkt auf unser parkendes Auto zu. Auf dem Weg stillte der kleine Leopard seine Neugierde und erkundete einen Autoreifen mit seiner Zunge und seinen Zähnen. Nach kurzer Zeit liefen die beiden Tiere durch die Autos durch und verschwanden im hohen Gras. Zum Glück verfolgte diesmal niemand die Tiere und sie waren schon bald nicht mehr zu sehen.




Ich kann mein Glück bis heute nicht fassen. Leoparden zu sehen ist in der Regel sehr schwierig. Sie sind sehr schwer zu entdecken und wenn man mal einen sieht, ist er in der Regel weit weg und gut getarnt. Wir scheinen auf unserer Reise aber das Glück gepachtet zu haben, denn wir haben inzwischen schon einige von den wunderschönen Tieren sehr nah sehen dürfen. Ein Traum.


Wir fuhren weiter. Mike wartete immernoch auf eine nahe Löwenbegegnung, am besten mit einem männlichen Löwen. Aber wir haben hier nun einmal die Baby- und Leopardenreise und nicht die Löwenreise. Denn so richtig war das Glück auch an diesem Tag nicht auf unserer Seite.

Zwar wurde uns kurz darauf gesagt, dass ein männlicher Löwe im Gras frisst, doch es war sehr weit weg. Nur mit einem guten Fernglas oder voll ausgefahrenem Zoom konnte man den Löwen tatsächlich erkennen. Wir blieben stehen, um zu sehen, ob der Ausblick noch besser werden würde. Da entdeckten wir wieder die Gruppe an Geparden. Sie schienen hungrig zu sein und wurden bestimmt von dem Geruch angelockt. Ein Gepard schlich sich in die Richtung des Löwen. Weit kam er nicht, denn schon witterte der Löwe die hungrige Katze und stellte sich hin. Er blickte in die Richtung. Die anderen Geparden hielten sich weiter entfernt auf und schienen ihren Kameraden zu warnen. Ständig fauchten sie. Die Gruppe entfernte sich von der Gefahr, nur der einzelne Gepard brauchte noch eine Weile, um sich aus der Gefahrenzone zu begeben. Der Löwe widmete sich wieder seinem Fressen, wodurch wir ihn kaum noch sehen konnten.



Pech gehabt, aber ein paar Tage hatten wir noch, um einen männlichen Löwen von Nahem zu sehen.



Marufuku - Vogelfrei

14.07.2021


Nun hieß es Abschied nehmen von der Masai Mara. Es ging langsam dem Ende zu. Niemand von uns war bereit, sich schon von dem Zauber Afrikas zu verabschieden. Die folgenden zwei Tage waren die, die an der Reise am wenigsten ansprechend wirkten.

Und tatsächlich war der Start am Lake Naivasha nicht schön. Die Unterkunft wirkte renovierungsbedürftig und die Mitarbeiter eher kühl. Auch für Kelvin war kein Platz in der Unterkunft und er musste außerhalb schlafen. Die Hütten hatten leider keinen schönen Ausblick auf den See und auch der Speisebereich wirkte wenig einladend. Kurz gesagt: Wir waren nicht überzeugt.

Ich denke, das Hotel wäre nicht so schlimm gewesen, wenn man nicht viel Besseres gewohnt gewesen wäre. Der Abfall war zu deutlich spürbar.

Nach einem versalzenen Essen (Antje und Uwe sagten, der Fisch war gut, aber das Rind war definitiv versalzen), trafen wir uns mit Kelvin und liefen gemeinsam zu dem kleinen Bötchen, das uns über den See zu einer Privatinsel bringen sollte.

Die Bootstour war sehr schön. Wir sahen viele verschiedene Vogelarten, wie beispielsweise den Giant Kingfisher und den Cormorant. Besonders beeindruckend war es, als wir den African Fish Eagle bei der Jagd beobachten konnten.



Die Bootstour brachte uns außerdem sehr nah an Nilpferde heran. Sie hockten in aller Seelenruhe im Wasser und beobachteten unser Boot. Leider waren sie nicht sonderlich aktiv und schon bald fuhren wir weiter zur Insel. Dort angekommen sahen wir direkt eine Gruppe Giraffen, die gemütlich futterten. Es handelte sich um Masai-Giraffen, die vor vielen Jahren von Menschen auf die Insel gebracht wurden. Dort verbrachten wir eine Weile, denn die riesigen Tiere ließen uns ganz nah an sich heran.



Als wir weiterliefen kamen wir verhältnismäßig nah an die Grants Gazellen heran und übersahen beinahe einen Wasserbock, der direkt neben uns im Gras lag und uns ansah. Danach genossen wir noch kurz die Aussicht und ließen uns erklären, in welcher Richtung die Masai Mara, Samburu und Amboseli lag.

Eine kurze Bootstour brachte uns zurück in unsere Unterkunft. Es war leider noch früh am Nachmittag und uns stellte sich die Frage, was wir bis zum Abendessen machen sollten. Wir beschlossen, uns Getränke mit auf die Terrasse zu nehmen. Die Bestellung war gelinde gesagt schwierig. Der Barmann wusste die Preise nicht, fand keine Karte oder Flaschenöffner und wusste selbst nicht, welche Getränke er im Angebot hatte. Ein Desaster.

Letztlich bekamen wir alle etwas zu trinken und konnten auf der Terrasse sitzen und quatschen. Nach einem frühen Abendessen gingen wir schnell zu Bett, da man nirgends gemütlich sitzen konnte. Schlafen war leider nicht ganz so einfach, weil man den Lärm der Hauptstraße sehr deutlich hörte. Insgesamt leider eine wirklich schlechte Unterkunft, bei der die Lage direkt am See nichts rausreißen konnte.


Takataka-Müll

15.07.2021


Wir alle waren heilfroh, als wir nach einem Frühstück die Unterkunft verlassen konnten. Etwas unmotiviert machten wir uns auf den Weg nach Nairobi. Uns war allen klar: Auch dieser Tag würde kein Highlight werden.

In der Künstlerkolonie angekommen waren wir zunächst positiv überrascht. Aus den alten Flip-Flops wurden tatsächlich individuelle und schöne Kunstwerke hergestellt. Wir bekamen eine kleine Führung durch die Werkstatt und erfuhren unter anderem, dass die Reste in Matratzen gefüllt wurden, die Flüchtlingen zur Verfügung gestellt werden. Dadurch entsteht kein Abfall. Im Geschenkeshop hatten wir noch Zeit, uns ausgiebig umzusehen. Natürlich kauften wir auch etwas. Zum Einen, weil die Kunstwerke individuell und schön waren und zum Anderen, um ein solches Unternehmen zu unterstützen.

Danach ging es innerhalb der Künstlerkolonie zu einem Imbiss, bei dem wir nach einer langen (und ich meine wirklich langen) Wartezeit Hähnchen, Reis und Spinat bekamen.

Nach dem Essen wurden wir zu unserem Hotel in Nairobi gefahren, wo wir uns bis zum Abendessen die Zeit vertreiben sollten. Das war mit Sicherheit die blödeste Zeit auf der ganzen Reise. Wenn man wenigstens auf einer schönen Lodge wäre, okay, aber mehrere Stunden bei schlechtem Wetter in einem Hotel in Nairobi zu verbringen war einfach nur blöd.

Ich bin in der Zeit 1 ½ Stunden ins Fitnessstudio gegangen und habe versucht, wenigstens ein paar Kalorien zu verbrennen. Dadurch verging die Zeit auch etwas schneller, aber trotzdem kam es mir unendlich lange vor, bis wir um 7 Uhr endlich zum Essen bei dem Chef von Twiga Tours abgeholt wurden.

[An der Stelle ein kleiner Verbesserungsvorschlag: Wie wäre es, wenn man in der Masai Mara morgens noch eine Safari machen würde und dann erst nach dem Mittagessen zum Lake Naivasha fährt? Dann würde man da übernachten und morgens die Bootstour machen. Danach könnte man zu Ocean Soul fahren und trotzdem das Essen bei der Agentur genießen. Für uns waren das so wie es jetzt ist 2 mehr oder weniger verschenkte Tage.]

Am Haus unseres Gastgebers angekommen, staunten wir nicht schlecht. Wir überlegten kurz, ob wir underdressed waren, denn eine riesige Tafel war im Vorgarten aufgebaut. Direkt am Eingang wurden wir sehr freundlich empfangen. Wir bekamen Drinks von der Bar und sahen direkt, dass heute für uns frisch gegrillt wurde. Mike bekam direkt große Augen und freute sich sehr auf das Essen.

Die Atmosphäre war sofort herzlich. Wir fühlten uns sehr willkommen und gut aufgehoben. Auch die Kinder und Enkelkinder des Chefs nahmen an dem Festessen teil und integrierten uns in ihre Gespräche. Es war eine sehr lockere Stimmung und ich bin mir sicher, dass der Abend sehr lange geworden wäre, wenn es in Kenia keine coronabedingte Ausgangssperre gäbe.

Aber auch so genossen wir das leckere Essen, die Drinks und die spannenden Gespräche.

Ein kleiner Wehrmutstropfen für mich war, dass mich der Chef sehr an meinen Opa erinnert hat, der erst vor 9 Monaten gestorben ist. Man sagt ja, jeder Mensch hat 7 Doppelgänger auf der Welt. Ich glaube, ich habe einen von meinem Opa in Nairobi gefunden.

Die Hautfarbe war anders. Aber er trug die gleiche Frisur, hatte eine ähnliche Mund-Nasen-Partie, sprach wie er und vor allem lachte wie er. Es war gleichzeitig schön, aber auch schwierig, in seiner Nähe zu sein. Viele Erinnerungen kamen hoch und ich vergoss auch leider die eine oder andere Träne.

Trotzdem war der Abend sehr schön und auf jeden Fall eine weitere tolle Erinnerung, die wir aus unserer Reise mitnehmen.



Tembo-Elefanten

16.07.2021


Nach einer langen Nacht und einem ausgiebigen Frühstück fuhren wir weiter zum Elefantenwaisenhaus, auf das wir uns ganz besonders gefreut hatten. Bis kurz vorher stand nicht fest, ob ein Besuch dort möglich wäre, denn das Waisenhaus war wegen Corona bis kurz vor unserer Ankunft geschlossen. Doch tatsächlich klappte die Buchung und so warteten wir ab halb 11 darauf, die geretteten Elefanten zu sehen und mehr über das Projekt zu erfahren.

Zunächst war das Refugium nicht das, was wir uns vorgestellt haben. Zumindest der Teil, der für die Öffentlichkeit zugänglich war. Wir stellten uns an den Rand einer Art Manege. Innerhalb eines mit einem Seil abgetrennten Bereichs waren ein paar Spielzeuge, ein Schlammbad und viel rötlicher Sand. In der hinteren Ecke standen Pfleger mit einigen Fläschchen. Der Bereich füllte sich langsam und wir waren heilfroh, dass durch Corona die Zuschauerzahl beschränkt war.

Um Punkt 11 liefen dann die ersten kleinen Elefanten in die „Manege“. Sofort rannten sie zu den Fläschchen und tranken ausgiebig. Es war schnell klar, dass die Elefanten unterschiedlich alt waren. Von ganz klein bis schon relativ groß war alles dabei. Nachdem wir die Elefanten eine Weile beobachten durften, erzählte uns einer der Mitarbeiter, wie das Projekt entstanden ist, welche Schritte die geretteten Elefanten durchlaufen und wie sie dann wieder auf ein Leben in Freiheit vorbereitet werden. Außerdem stellte er uns jeden einzelnen Elefanten mit Namen vor und erzählte uns die teilweise traurigen Geschichten der Dickhäuter.

Währenddessen konnten wir die Elefanten beim Spielen miteinander, beim Ärgern der Menschen, beim Fressen und beim Sandbad beobachten. Ein kleiner, frecher Elefant büxte sogar zweimal aus. Er lief einfach unter der Absperrung durch.

Mehrere Male mussten wir aufpassen, dass uns die Elefanten nicht auf die Füße traten, denn sie kamen uns oft sehr nah.

Leider nutzten das einige der Zuschauer, um die Tiere zu streicheln. Wir fanden das nicht gut, da die Elefanten ja irgendwann wieder ausgewildert werden sollten, aber die Pfleger griffen nicht ein. Nach etwa einer Stunde war das Spektakel vorbei und die Elefanten verschwanden nach und nach wieder. Wir spendeten noch etwas für das Projekt, weil wir die Arbeit, die dort geleistet wird sehr zu schätzen wissen und möchten, dass sie das auch weiterhin finanzieren können.

Nach dem Besuch im Elefantenwaisenhaus wurden wir in ein sehr edles Restaurant gefahren, in dem wir ein drei-Gänge-Menü bekamen. Müde vom Essen stiegen wir wieder in unser Auto, was nun endlich wieder vollständig war. Im Laufe des Vormittags wurde die Scheibe repariert, die Flying Uwe zerstört hatte.


Wir machten uns auf den Weg zum Namensgeber unserer Reise: Dem Amboseli Nationalpark.

Die Autofahrt war recht lange. Besonders zu Beginn standen wir oft im Stau, aber die lange Fahrzeit war spätestens in dem Moment vergessen, in dem der Kilimandscharo seine schneebedeckte Spitze zeigte. Schneebedeckt ist jetzt vielleicht übertrieben. Etwas Schnee war zwar zu sehen, aber es war mit Sicherheit viel weniger, als es früher einmal üblich war. Umso näher wir unserem Ziel kamen, desto schlechter war der Berg zu sehen. Irgendwann war er vollkommen verschwunden.

Zusätzlich konnten wir aus dem Auto heraus noch einen beeindruckenden Sonnenuntergang beobachten und kamen dann pünktlich zum Abendessen im Plain Zebra Camp an, das nun für 2 Nächte unsere Heimat sein sollte.


Die Begrüßung im Camp war sehr herzlich und wir waren sofort von der Feuerstelle und der Sitzecke beeindruckt. Was uns nicht so beeindruckt hat, waren leider unsere Häuser. Sie waren definitiv renovierungsbedürftig und wir haben für unseres nicht einmal einen Schlüssel bekommen, weil das Schloss kaputt war.

Auch das Abendessen war nicht wirklich gut (vor allem wenn man es mit dem Niveau der anderen Unterkünfte vergleicht).

Wir hatten uns für unsere letzte Unterkunft auf der Reise wirklich etwas Besseres vorgestellt. Vor allem, weil die ersten Unterkünfte wirklich herausstachen und rundum zufriedenstellend waren. Dagegen waren die Unterkunft in Naivasha und in Amboseli wirklich enttäuschend.

Aber wir konnten es nicht ändern und machten das Beste draus. An der Feuerstelle ließen wir den Abend mit Bier und Cocktails ausklingen.



Kujificha na kutafuta-Versteckspiel

17.07.2021


Der nächste Morgen begann für mich leider mit schlimmen Magen-Darm-Problemen. Ob es am Essen im Camp oder etwas Anderem lag, konnte ich nicht sagen. Ich fühlte mich so schlecht, dass ich sogar kurz überlegte, nicht mit auf Safari zu fahren. Doch es ging um unseren letzten kompletten Tag und die Möglichkeit, den Kilimandscharo zu sehen. Also nahm ich ein paar Medikamente und frühstückte nur trockenes Brot, um über den Tag zu kommen.

Wir trafen uns schon um 6 Uhr zum Frühstück. Mike und ich waren allerdings die Einzigen, die die deutsche Pünktlichkeit beherzigten, alle anderen kamen zu spät. Um 7 Uhr ging es dann los in Richtung Park.

Nach kurzer Zeit schlief ich durch die Wirkung der Medikamente ein. Den ganzen Tag über war ich eigentlich nur dann wach, wenn ich wegen besonderer Tiersichtungen geweckt wurde. Die Erinnerungen an den Tag sind sehr verschwommen, es kann also sein, dass ich das eine oder andere vergessen habe.

Zum Glück war die Safari sowieso recht ereignislos, denn die Tiere schienen mit uns verstecken zu spielen.

Das erste Mal wurde ich wach, als Mike aufgeregt sagte, er hätte eine Katze an der Seite gesehen. Nach kurzer Suche war klar, dass es sich dabei um zwei Geparden handelte, die auf der Jagd waren. Sie versuchten, eine Mc-Donalds-Gazelle zu jagen, wurden aber leider schon entdeckt, bevor sie richtig lossprinten konnten. Nachdem eine Weile nichts passiert war, fuhren wir weiter und ich glitt wieder in einen tiefen Schlaf.


Ich weiß noch, dass wir an einigen großen Elefantenherden vorbeikamen. Klar ist für mich aber nur eine Situation: Rechts von uns war eine große Herde, die graste und uns nicht weiter beachtete. Links von uns war ein einzelner Elefant, der ein Sandbad nahm und immer wieder neue Posen für uns einnahm.



An einer Flugzeuglandebahn sollten wir dann unser Lunchpaket essen, jedoch hat es Niemandem so wirklich geschmeckt. Ich weiß es nicht. Außer der Banane habe ich nichts gegessen, weil ich es meinem Magen nicht zugetraut habe. Die Reste überließen wir einem Ranger, der sich sehr darüber freute.

Danach hatten wir nicht mehr lange Zeit für die Safari. Alle waren etwas enttäuscht. Vor allem Mike, der seine Hoffnungen auf eine „Killing Machine“, wie Kelvin einen männlichen Löwen nannte, noch immer nicht aufgeben wollte. Aber er wusste auch, dass die Chancen inzwischen verschwindend gering waren.


Wir fuhren weiter, ich schlief schon wieder ein. Plötzlich weckt Mike mich mit dem Wort –„Löwe“ auf. Ich erwachte und versuchte, so schnell wie möglich zu stehen und die Kamera bereit zu machen. Mir war klar, dass er die Scheidung einreichen würde, wenn ich es nicht schaffen würde, ein gutes Foto von einem männlichen Löwen zu machen. Nur ein Scherz, hoffe ich zumindest.


Neben unserem Auto lief ein Löwenpaar in den Flitterwochen, wie uns erklärt wurde. Sie wurden von den Massai aufgeschreckt, die nicht weit ihre Kühe grasen ließen und liefen darum weg. Sie kreuzten die Straße und schauten sich auf der anderen Seite immer wieder nach den Massai um. Nach etwa 5 Minuten verschwanden sie wieder im hohen Gras.


Nun war alle Müdigkeit vergessen. Wir alle waren hellwach und konnten es nicht fassen, wie viel Glück wir schon wieder hatten. Die ganze Reise über hatten wir Glück und konnten sogar mehr sehen und den Tieren näher kommen, als wir erwartet hatten.

Wir machten uns auf den Weg zurück zum Camp, doch unsere Glückssträhne sollte noch nicht vorbei sein. An einem riesigen Wasserloch sahen wir, wie links von uns ein Nilpferd aus dem Wasser stieg, über die Straße lief und dabei seinen Kot in alle Himmelsrichtungen verteilte. So einen Anblick hat man auch nicht oft.

Kurz vor dem Ausgang des Parks entdeckte Uwe dann noch eine Langschwanzmanguste.

Als wir im Camp ankamen, legte ich mich sofort ins Bett und schlief tief und fest. Nach einer Stunde trafen wir uns mit einem Mitarbeiter, der mit uns eine kleine Safari zu Fuß machen sollte. Auf der Safari lernten wir einiges Über die Spuren der Tiere und stellten fest, dass Antje und ich blind waren. Während vor allem Mike unbewegliche Tiere aus weiter Entfernung erkennen konnte, sahen wir nur Hügel oder Schatten. Erst wenn sich ein Tier bewegte, konnten wir es erkennen. Upps. Wir sind für einen Safarijob leider ungeeignet.

Nach etwas mehr als 40 Minuten kamen wir zu ein paar Stühlen und einer kleinen Bar, die mitten in der Natur aufgebaut war: Ein Überraschungssundowner mit Robinson und Kelvin. Es gab Getränke, Musik und Snacks. Endlich mal wieder Popcorn, Yeah! Nach einer Weile kam eine kleine Gruppe Massai. Sie sangen und tanzten für uns und später dann mit uns. Für die Massai schien es keine Erdanziehungskraft zu geben. Wie Flummis hüpften sie. Bei uns gab es sie dann aber doch und wir sahen nicht einmal annährend so grazil aus. Nach der Vorstellung genossen wir den Sonnenuntergang und mussten ins Camp zurückkehren, als die Elefanten trotz des Feuers immer näher kamen. Schließlich genossen wir unser letztes Abendessen und gingen früh ins Bett, weil wir am nächsten Morgen bereits um 6.30 zu unserer letzten Safari aufbrechen wollten.



Mlima wenye haya - der schüchterne Berg

18.07.2021


Um 6 Uhr frühstückten wir und um 6.30 fuhren wir auch schon los: Ein letztes Mal in Kenia den Sonnenaufgang und die Tiere beobachten. Sonnenaufgang war leider Fehlanzeige, weil es dazu viel zu bewölkt war. Damit schwanden auch unsere Chancen darauf, den Kilimandscharo zu sehen. Dieser blöde schüchterne Berg zeigt sich im Juli sowieso selten und wenn dann morgens oder abends.

Aber gut, wir ließen uns die Stimmung nicht vermiesen. Wir fuhren in den Park und versuchten, uns alles genau einzuprägen und die letzten Stunden zu genießen.

Auch heute war das Glück wieder auf unserer Seite. In kürzester Zeit sahen wir zwei Schakale, ein paar Hyänen und einige der üblichen Verdächtigen. Auch auf das Löwenpaar von gestern sollten wir noch einmal stoßen, wenn auch nur kurz.


Beim Herausfahren geschah dann das Unfassbare: Der Berg lugte hinter den Wolken hervor. Nur ein kleines Bisschen, aber es war gut erkennbar. Gleichzeitig überquerte eine riesige Elefantenherde die Straße. Kelvin sagte, er hätte ein bisschen gezaubert, um uns den Wunsch zu erfüllen. Wir fuhren weiter und starrten die kleine Bergspitze an. Wir machten noch Fotos von Gnus und Zebras im Vordergrund und der Berg versteckte sich wieder. Unser Glück war perfekt, also fuhren wir weiter.


Plötzlich sahen wir rechts von uns eine Bewegung: Zwei Geparden liefen im Gras. Wir fuhren noch einmal ein Stückchen zurück, um sie gut beobachten zu können und ich bat Kelvin darum, dass er die Wolken vor dem Kili noch einmal wegzauberte. Keine 30 Sekunden später zeigte der Berg tatsächlich noch einmal kurz seine Spitze und ich konnte ein Foto mit Geparden, wunderschöner Natur und dem Kilimandscharo machen. Das Glück war perfekt!


Der schüchterne Berg zeigt sich

Nun mussten wir uns aber wirklich ein wenig beeilen. Zurück beim Camp zogen wir uns um, quatschten noch kurz mit einem anderen Gast, der aus Südafrika stammte aber nun in Dubai lebte und eine Woche im Camp verbrachte und aßen dann ein letztes Mal auf unserer unglaublichen Reise.

Knapp 5 Stunden fuhren wir zum Flughafen und waren trotzdem sehr früh da. Nach einem herzlichen Abschied von unseren Guides war es dann soweit: Wir mussten unsere Traumreise beenden.

Der Flieger war pünktlich und wir schliefen fast alle tief und fest ein, geschafft von den Erlebnissen der letzten Wochen.



Safari ya milele Die ewige Reise

19.07.2021


Früh morgens landeten wir wieder in Frankfurt. Die Einreise klappte zum Glück problemlos und unsere Koffer waren die ersten auf dem Kofferband. Dennoch hatten wir alle noch eine lange Reise vor uns. Mike und ich mussten mit dem Zug noch nach Berlin fahren und dann vom Bahnhof nach Hause kommen.

Beim Umstieg holten wir unsere letzten Kraftreserven aus uns heraus und sprinteten zum Zug. Wir schafften ihn und sollten um 11 Uhr am Bahnhof in Berlin ankommen.

Nach einer Reise von fast 24 Stunden kamen wir schließlich bei uns zu Hause an. Kaum saßen wir auf der Couch, sah Mike mich an und sagte: „Ich möchte wieder zurück.“ Im Stillen stimmte ich ihm zu.


Ach und wir haben nicht einmal zugenommen. Keine Ahnung, wie wir das geschafft haben, aber gut. Das ist ein Geschenk, was wir dankbar annehmen.



Safari ya maisha yetu – die Reise unseres Lebens

Ein Resümee


Wieder in Deutschland angekommen, hatten wir viel zu erzählen. Wir wussten nicht, wo wir anfangen und wo wir aufhören sollten. Eine kurze Zusammenfassung der Highlights dauerte locker mal 30 Minuten.

Immer wieder wurden wir gefragt, was das Schönste unserer Reise war und die Antwort war nicht eindeutig. Ich persönlich muss immer wieder an den Ausritt denken. Aber auch die Big Migration, die Jagden und die Begegnungen mit den Leoparden lassen mich nicht los. Es gab so viele kleine Höhepunkte.

Für mich ist die Reise als Ganzes einfach ein Höhepunkt in meinem Leben. Die Eindrücke werde ich niemals vergessen.


Simba und Nala

Und auch wenn die eine oder andere Unterkunft nicht gut war (jaaa, ganz vergessen ist das noch nicht), würde ich die Reise als rund und einzigartig beschreiben. Die negativen Punkte kann ich hier zwar nachlesen, doch ich merke schon jetzt, wie sie in meiner Erinnerung verblassen.


Übrig bleibt der Gedanke an eine perfekte Reise mit lieben Menschen, die von Fremden zu Freunden geworden sind. Eine Reise mit unvergesslichen Tierbegegnungen. Eine Reise in eine andere Welt, die uns in ihren Bann zog.

Und doch ist man gedanklich schon wieder bei dem, was noch kommt. Die ursprünglich geplante Limpopo lässt uns einfach nicht los. Für uns steht fest: Wir machen auf jeden Fall wieder eine Chamäleon-Reise.



Welche Art Mensch sind wir denn nun?

Afrika hat uns auf jeden Fall verzaubert. Für uns beide ist es ausgeschlossen, nicht noch einmal zurückzukehren. Wir werden zwar sicherlich keine reine Safari mehr machen, aber für den Einstieg war das für uns perfekt. Nun sind wir gespannt, was der verzauberte Kontinent noch alles zu bieten hat.

Wir kommen wieder. Und sicher nicht nur einmal.


Asante, Afrika ya kichawi!


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